"Geld ist wie eine schöne Frau, wenn man es nicht richtig behandelt, läuft es einem weg." Jean Paul Getty Ölmilliardär
Trotz Wirtschaftskrise sind die deutschen Bundesbürger begeisterte Sparer. Wir räumen heute mit den 10 größten Sparirrtümern auf.
- 1. Irrtum: Wenn ich mal Geld benötige, kann ich ja einfach meine Lebensversicherung kündigen/ Lieber nicht!
- Bei der Altersvorsorge ist Disziplin gefragt, dies gilt auch für eine
- Lebensversicherung, Sie ist eine längerfristige Geldanlange. Wer sie frühzeitig kündigt, erleidet verluste, weil die Überschußbeteiligung nicht in voller Höhe gutgeschrieben wird. So verlieren Sparer viel Kapital und auch erhebliche Steuervorteile. Wenn Sie also kurzfristig Geld brauchen, dann lassen sie sich z.B. ihre Lebensversicherung beleihen. Zwar sind die Zinsen für die Beileihung höher als die Verzinsung, aber der Verlust bei Kündigung ist weit größer.
- 2. Irrtum: Eine Altersvorsorge brauche ich nicht. Papi bezahlt doch!
- Wer statt auf Altersvorsorge auf eine Erbschaft setzt, kann später ganz schön alt aussehen. Je älter die Deutschen werden, desto häufiger ziehen sie in ein Altserheim. Die Kosten für Unterkunft, Betreuung liegen lt. Verbraucherzentralen zwischen 2.500,00 und 3.500,00 Euro. Die Pflegeversicherung übernimmt je nach Pflegestufe allerdings maximal Pflegekosten in Höhe von 1.470,00 Euro, den Rest müssen die Senioren aus eigener Tasche bezahlen. Da können leicht ein Haus oder Vermögen dafür drauf gehen, für die Erben bleibt dann im schlimmsten Fall, häufig nichts mehr übrig, wie erhofft.
- 3. Irrtum: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauche ich nicht. Wenn mir etwas passiert springt doch der Staat ein.
- Seit 2001 gilt: Alle ab 1961 Geborenen bekommen keine staatliche Berufsunfähigkeitsrente, sondern lediglich eine Erwerbsminderungsrente. Bei voller Bewilligung liegt diese im Durchschnitt bei unter 810,00 Euro im Monat. Wird nur eine teilweise Erwerbsminderung anerkannt, erreicht sie durchschnittlich nicht einmal 582,00 Euro im Monat. Wer da nicht zusätzlich abgesichert ist, kann sehr schnell zum Sozialfall werden. Dabei muß jeder vierte Arbeitnehmer krankheitsbedingt vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind sie auf der besseren Seite.
- 4. Irrtum: Vorsorgen kann ich später noch. Jetzt lebe ich erst mal.
- Wer lieber feiert statt Vorsorgt, könnte das im Alter bitter bereuen. Je früher man eigeninitativ Geld spart, desto weniger muß er monatlich zurücklegen. Die Summn, die durch Zins und Zinseszins jeweils dazu kommt, sind erheblich so Bernd Katzenstein, Sprecher des Deutschen Institus für Altersvorsorge. Wer heute mit dem Sparen anfängt, bekommt später wesentlich mehr raus.
- 5. Irrtum: Wenn ich mal knapp bei Kasse bin, reize ich einfach meinen Dispo aus.
- Besser nicht! Der Dispokredit kostet häufig hohe Zinsen. Manche Banken lassen sich diese Leistungen mit einem Zins von bis zu 15% bezahlen. Deshalb sollte der Dispo nur in Anspruch genommen werden, wenn das Konto lediglich einige Tage im Minus bleibt, denn sonst wird es sehr schnell heftig teuer. Dauert der finanzielle Engpass was länger, dann fahren sie mit einem Verbraucherkredit zinsgünstiger.
- 6. Irrtum: Meine Riester-Zulagen kriege ich jedes Jahr automatisch vom Staat.
- Falsch, die staatlichen Förderungen müssen beantragt werden. Leider vergeßen viele Menschen dies und verschenken somit Bares. Nach Angaben des Bunds für Versicherten, ließen im Jahr 2005 die Deutschen sich über 200 Millionen Euro entgehen.
- Wenn Sie einen eine Riesterrente abschließen, fragen sie ihren Berater ob sie automatisch daran erinnert werden können, denn auf diese Weise sorgen sie dafür, den nötigen Daueranlagenantrag zu stellen. Auf diese Weise geht Sparern kein Geld vom Staat verloren.
- 7. Irrtum: Mit Riester- und Rürup-Rente bin ich im Alter bestens versorgt.
- Das ist Leider falsch. Zwar sollten Sparer zunächst alle staatlichen Förderungen ausnutzen, bevor sie andere Vorsorgemaßnahmen treffen. Wer allerdings sichergehen will, sich im Alter nicht einschränken zu müssen, sollte weitere Maßnahmen zur privaten Vorsorge treffen. Die richtige Vorsorgelösung hängt jedoch von der persönlichen Situation des Sparers ab und sollte mit professioneller Unterstützung eines Vermögensberater erstellt werden.
- 8. Irrtum: Die jüngsten Ereignisse am Kaptialmarkt haben es doch gerade wieder gezeigt: Aktienfonds lohnen sich nicht. Ich setze lieber aufs Sparbuch.
- In stürmischen Zeiten siehst alle Welt nur die Risiken der Anlage an den Kapitalmärkten, die Chancen werden ausgeblendet. Dies ist selbstverständlich, sollte aber nicht den Blick auf die Fakten verstellen so Reinhold Schnabel, Finanzwissenschaftler an der Uni Duisburg-Essen. Wer größere Beträge auf dem Sparbuch ruhen läßt, sollte wissen: Die Inflation frist magere Sparbuchzinsen auf. Das Zauberwort heiß Längerfristigkeit.
- 9. Irrtum: Wenn ich mir meine Renteninformation so anschaue, habe ich ein gutes Gefühl. Ich muß mir im Alter keine Sorgen machen.
- Die gesetzliche Rente sieht leider auf dem Papier besser aus, als sie es tatsächlich ist. Inflation und Besteuerung schmälern das Ruhegeld später erheblich. Schon bei einer Teuerungsrate von jährlich 2 % wird sich der Wert des Geldes innerhalb von 30 Jahren mehr als halbieren. Wer heute nicht privat vorsorgt, läuft Gefahr, mit 70 noch einem Nebenjob nachgehen zu müssen, um über die Runden zu kommen.
- 10. Irrtum: Mein bester Vermögensberater bin ich selbst. Mit Informationen aus dem Internet kann ich mir eine super Finanzstrategie basteln.
- Die Aussagekraft von Vergleichsportalen und sonstigen Angeboten im Internet wird häufig überschätzt. Ratsamer ist es, auf qualifizierte Experten Ihres Vertrauens zu setzten, denn für den Erfolg einer Strategie spielen mehrere Aspekte eine Rolle. In Geldangelegenheiten ist es wichtig den Sparer genau zu kennen und seine Lebensumstände, dies kann ein Computerprogramm niemals leisten.
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